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Internet

Wissenswertes über das Internet


Was ist das Internet?
Die Entstehung des Internet
Die Protokolle im Internet (TCP/IP)
Die Verbindung zum Internet (SLIP und PPP)
Die Adressierung im Internet
E-Mail
World Wide Web, WWW, http://
VoIP (Internettelefonie)
FTP, ftp://
Gopher, gopher://
Chat (IRC)
Usenet, Newsgroups
Telnet, telnet://
Smilies






Was ist das Internet?

Das Internet verbindet bestehende, voneinander unabhängige Netzwerke so miteinander, dass sie uneingeschränkt kommunizieren können.

Dabei ist es gleichgültig, ob es sich im einzelnen um UNIX-Rechner, SunStations, Macintosh-Computer, PCs auf DOS- bzw. Windows-Basis oder irgendein beliebiges anderes System handelt. Die Leistung des Internet besteht darin, dass alle daran angeschlossenen Netzwerke untereinander Daten austauschen können - genauso einfach wie innerhalb eines dieser lokalen Netze selbst.

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Die Entstehung des Internet

Zu der Zeit, als der Grundstein für das heutige Internet gelegt wurde, war die Ausgangssituation, dass Computernetzwerke auf lokaler Ebene existierten - beispielsweise um die verschiedenen Abteilungen einer wissenschaftlichen Institution miteinander zu verbinden.

Im Jahr 1969 gab die ARPA (Advanced Research Projects Agency), eine Abteilung des US-Verteidigungsministeriums, ein neues Projekt in Auftrag, das die einzelnen Netzwerke verschiedener Forschungsstätten miteinander verbinden sollte, um die landesweite Zusammenarbeit zu revolutionieren. Ein weiteres Ziel dieses Unternehmens war die Erstellung eines praktisch unzerstörbaren Kommunikationsweges. Daraus entstand das ARPAnet.

Während zu dieser Zeit überall in den verschiedenen angeschlossenen Netzwerken gleichartige Computersysteme verwendet wurden, kamen schon bald viele unterschiedliche Betriebssysteme auf den Markt. Dadurch musste das ARPAnet grundlegend erneuert werden, sollte dieser neu gewonnene Kommunikationsweg auch weiterhin bestehen.

Es musste eine Methode entwickelt werden, die die uneingeschränkte Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen erlaubt. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Internetting Project ins Leben gerufen. Die Lösung dieses Problems bestand in der Entwicklung eines maschinenunabhängigen Übertragungsprotokolls, das auf allen angeschlossenen Rechnern installiert ist und so den Datenaustausch im Internet standardisiert.

Um ein beliebiges System mit dem Internet kommunizieren zu lassen, benötigt man lediglich eine für diesen Computertyp geeignete Version dieses Protokolls - ähnlich wie manche Programme für verschiedene Betriebssysteme erhältlich sind.

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Die Protokolle im Internet (TCP/IP)

Um Daten zwischen zwei entfernten Computern auszutauschen, werden sie zuerst in einzelne Blöcke aufgeteilt, die beim Empfänger auf ihre Unversehrtheit und Vollständigkeit überprüft und in einem zweiten Schritt wieder zur ursprünglichen Datei zusammengesetzt werden.

Genau betrachtet handelt es sich dabei bereits um zwei unterschiedliche Vorgänge. Daher wird die Grundlage der Kommunikation im Internet auch von zwei Protokollen gebildet: Das Internet Protocol (IP) teilt die Daten in sehr kleine "IP-Packets" ein, die im Header die Adresse des gewünschten Empfängers aufweisen.

Um sicherzustellen, dass alle IP-Packets auch tatsächlich dort ankommen, wird das Transmission Control Protocol (TCP) verwendet. TCP nummeriert die einzelnen IP-Packets und protokolliert die korrekte Reihenfolge, in der sie zusammengesetzt werden müssen, um die ursprüngliche Datei zu rekonstruieren. Außerdem überprüft TCP auch, ob alle Daten unbeschädigt beim Empfänger eintreffen.

Da das Internet Protocol und das Transmission Control Protocol eine untrennbare funktionelle Einheit als Grundlage des Informationsaustauschs im Internet bilden, spricht man in der Regel auch zusammenfassend von "TCP/IP" . Um mit Ihrem PC ins Internet zu gelangen, muss er in der Lage sein über TCP/IP zu kommunizieren. Dazu verwenden Sie beispielsweise das Programm Winsock.

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Die Verbindung zum Internet (SLIP und PPP)

Verwenden Sie beispielsweise ein Modem um ins Internet zu gelangen kommt ein weiteres Protokoll ins Spiel, das Ihren PC für die Dauer der Verbindung zu einem vollwertigen Mitglied dieses Netzwerkverbundes macht. Entsprechend der Konfiguration des Netzwerkes Ihres Provider verwenden Sie hierzu entweder SLIP (Serial Line Internet Protocol) oder PPP (Point-to-Point Protocol).

Diese beiden Übertragungsprotokolle unterscheiden sich vor allem in der verwendeten Fehlerkorrektur. In diesem Punkt ist das neuere Point-to-Point Protocol dem Serial Line Internet Protocol überlegen: Es arbeitet durch eine umfangreiche Fehlerkorrektur verlässlicher.

Dies bedeutet allerdings auch, dass die einzelnen Pakets bei PPP länger sind als bei SLIP. Dadurch arbeitet eine SLIP-Verbindung theoretisch etwas schneller als ein PPP-Zugang zum Internet. Allerdings kommt die Geschwindigkeit eines Übertragungsprotokolls nur dann zum Tragen, wenn dabei möglichst wenige Fehler auftreten.

Daher wird auch von den meisten Providern PPP zur Verfügung gestellt. Funktionell gesehen ist es jedoch gleichgültig, über welche der beiden Möglichkeiten Sie ins Internet gelangen. Beide ermöglichen die volle temporäre Anbindung Ihres PCs per Modemverbindung, d. h. Sie können jedes beliebige Internet-Programm auf Ihrem PC installieren und nutzen.

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Die Adressierung im Internet

Gleichgültig, was Sie im Internet auch machen - ob Sie E-Mail verschicken, Daten via FTP empfangen, die Menüs von Gopher-Servern durchsehen oder durch das Word Wide Web "surfen" - zuerst wird die Onlineverbindung zu dem entsprechenden Server hergestellt. Daher sollte das Adressierungsschema des Internet gut beherrscht werden.

Um einen Rechner zu erreichen, können alternativ zwei unterschiedliche Adressformate eingesetzt werden, die in den folgenden beiden Abschnitten vorgestellt werden. Um es ganz deutlich zu machen: Beide Formate, die IP-Adresse und die DNS-Adresse, sind vollkommen gleichwertig. Es bleibt also Ihnen überlassen, welche Sie verwenden.

Die IP-Adresse
Damit das Internet die Datenpakete selbständig zu dem gewünschten Server befördern kann, muss die Adresse maschinenlesbar sein. Daher ist das Grundformat einer Internet-Adresse, wie alle Computerdaten, binär. Eine binäre Information ist eine Zahl, die ausschließlich aus den Werten 0 und 1 besteht. Internet-Adressen sind im 32-Bit-Format geschrieben, d. h., es handelt sich um eine Zahlenkette mit 32 Stellen:

          01101100101100101101100110110101

Selbstverständlich verlangt niemand von Ihnen, sich eine solche Adresse zu merken oder gar fehlerfrei einzutippen. Dieses Format eignet sich wirklich nur für Computer. Aus diesem Grund wird eine solche Adresse zuerst in 8-Bit-Informationen und dann in Dezimalzahlen umgewandelt. Es entstehen vier dezimale Zahlenblöcke, die durch einen Punkt voneinander getrennt sind:

          123.45.67.89

Dieses Format wird als "Internet-Protocol-Adresse" oder kurz IP-Adresse bezeichnet. Jeder Zahlenblock beinhaltet eine bestimmte Information, um den entsprechenden Computer zu lokalisieren. Welche Angaben dabei welche Information repräsentieren, hängt von der Größe des betreffenden Netzwerkes ab. Entsprechend der Anzahl der Rechner, die daran angeschlossen sind, werden Netzwerke im Internet in drei Klassen aufgeteilt.

In der Klasse A steht die Zahl ganz links für das Netzwerk, während die verbleibenden drei Zahlenblöcke den gewünschten Computer innerhalb dieses Netzwerkes beschreiben. In der Klasse B stehen die ersten beiden Zahlen (von links) für ein Netzwerk, in der Klasse C sogar die ersten drei. Die übrigen Zahlen definieren jeweils einzelne Rechner innerhalb dieses Netzes.

An der ersten Zahl lässt sich erkennen, welche Größe das Netzwerk besitzt:

Klasse Netzwerknummer max. Anzahl Computer
A 1 - 126 6.387.064
B 128 - 191 64.516
C 192 - 223 254


Das Domain-Name-System
Natürlich ist die IP-Adresse auch nicht gerade ausgesprochen anwenderfreundlich: Es ist schwierig, mit einer Zahlenkette inhaltliche Informationen, wie beispielsweise das Angebot auf dem entsprechenden Server, in Zusammenhang zu bringen. Daher existiert im Internet parallel zur IP-Adresse ein weiters Adressformat, das Buchstaben verwendet. Das dieser Art der Adressierung zugrunde liegende System heißt "Domain Name System" oder kurz DNS. Damit das Internet auch eine DNS-Adresse selbständig auswerten kann, muss sie zuerst in die IP-Adresse umgewandelt werden.

Hierzu existieren spezielle Rechner, so genannte "DNS-Server" (mitunter auch nur als "Name-Server" bezeichnet). Verwenden Sie beispielsweise in Ihrem Internet-Browser die DNS-Adresse des gewünschten Web-Servers, gehen die Datenpakete zuerst zu einem DNS-Server, wo diese Informationen in die IP-Adresse umgewandelt wird. Jetzt kann das Internet die Steuerung übernehmen.

Auf den ersten Blick wirkt eine DNS-Adresse sicherlich auch etwas kryptisch und wenig aussagekräftig:

          "www.uni-erfurt.de"

Mit etwas Übung kann man daran jedoch genau erkennen, um was für einen Server es sich handelt und wo dieser lokalisiert ist. Bereits nach kurzer Zeit wird der Umgang mit solchen Adressen selbstverständlich. Sehen Sie sich die oben aufgeführte Adresse einmal genauer an:

Eine DNS-Adresse wird genau andersherum gelesen wie eine IP-Adresse. Die erste Angabe von links steht für den gewünschten Rechner. Anhand seines Namens lässt sich leicht erkennen um was es sich dabei handelt: einen Web-Server.

Die nächste Angabe bezeichnet das Netzwerk, dessen Teil dieser Computer ist. Im Beispiel ist dies das Netzwerk der Universität Erfurt. Der letzten Angabe verdankt die DNS-Adresse ihren Namen: sie gibt das "Gebiet" (engl. domain) an, in der dieses Netzwerk angesiedelt ist. Bei einer Domain kann es sich, wie in diesem Beispiel, um einen geografischen Bereich handeln. Die Abkürzung "de" steht für Deutschland. Genauso werden im Internet Domains jedoch auch nach thematischen Gesichtspunkten vergeben. Beispielsweise steht "com" für commercial (Firmen) oder "edu" für education (Bildungsstätten). An einer solchen Domain lässt sich daher nicht mehr ablesen, wo sich der entsprechende Computer befindet.

Thematische Domains und deren Bedeutung:

Domain Bedeutung
com Kommerzielle Unternehmen
edu Bildungsstätten (z. B. Universitäten)
gov Nichtmilitärische Regierungsangelegenheiten
mil Militär
net Netzwerke, die in keine der anderen Kategorien passen
org Organisationen
biz Business
firm Firmen
store Laden, Geschäft
web rund um Aktivitäten im WWW
arts Kultur, Unterhaltung
rec Erholung
info Information
nom individuelle Namensgebung
name individuelle Namensgebung


Einige geografische Domains im Internet:

Domain Land
as American Samoa
aq Antarktis
ag Antigua & Barbuda
au Australien
be Belgien
br Brasilien
bg Bulgarien
cl Chile
cc Cocos (Keeling) Islands
dk Dänemark
de Deutschland
ee Estland
fi Finnland
fr Frankreich
gr Griechenland
gl Grönland
uk Großbritannien
co.uk Großbritannien (z.B. Firmen)
me.uk Großbritannien (z.B. Privatpersonen)
org.uk Großbritannien (z.B. Organisationen)
hk Hongkong
in Indien
ir Irland
is Island
it Italien
jp Japan
ca Kanada
kr Korea
kw Kuwait
lv Lettland
li Lichtenstein
lt Litauen
lu Luxemburg
my Malaysia
mx Mexiko
nz Neuseeland
nl Niederlande
nu Niue
no Norwegen
at Österreich
ph Philippinen
pl Polen
pt Portugal
pr Puerto Rico
ru Russland
se Schweden
ch Schweiz
sg Singapur
sk Slowakische Republik
si Slowenien
es Spanien
sa Südafrika
tw Taiwan
th Thailand
to Tonga
cz Tschechische Republik
tn Tunesien
tr Türkei
tv Tuvalu
hu Ungarn
us USA
vu Vanuatu
ve Venezuela
ws Westsamoa
cy Zypern


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E-Mail

Eine der grundlegenden Anwendungen im Internet ist die elektronische Post (engl. "Electronic Mail" oder kurz E-Mail).

Die Möglichkeiten von E-Mail sind in vieler Hinsicht mit der "normalen" Post zu vergleichen. Sie verfassen eine geschriebene Nachricht, die Sie dann an einen beliebigen Empfänger irgendwo in der Welt schicken. Bereits an diesem Punkt bestehen jedoch drei erhebliche Unterschiede zwischen der "normalen" Post und E-Mail.

Während die Kosten für die Beförderung eines Briefes entsprechend der Entfernung zwischen Ihnen und dem gewünschten Empfänger steigen, zahlen Sie für die Zustellung einer E-Mail immer denselben Preis. Gleichgültig, ob Sie Ihre Mitteilung innerhalb Deutschlands oder an irgendeinen anderen Ort der Welt senden. Sie bezahlen immer nur für die Internetverbindung zu Ihrem Provider. Dies gilt auch für den Fall, dass Sie die E-Mail mehreren Empfängern gleichzeitig zukommen lassen.

Ähnliches gilt für die benötigte Zeitdauer um Ihre E-Mail zuzustellen. Auch hierbei spielt die geografische Entfernung zwischen Ihnen und dem gewünschten Empfänger eine sehr untergeordnete Rolle. Ihre Mitteilung steht praktisch unmittelbar nachdem Sie sie verschickt haben beim Empfänger zur Verfügung.

Auch bei der Adresse gibt es Unterschiede zur "normalen" Post. Die Adressierung einer E-Mail erfolgt im folgenden Format:

          EMPFÄNGERNAME@NETZWERKNAME.DOMAIN

Wollen Sie beispielsweise mir eine E-Mail schicken, so müssten Sie den "Brief" mit post@frank-kraft.de adressieren. Das Sonderzeichen @, auch Klammeraffe genannt, steht für das englische at = an/bei. Dieses Zeichen folgt immer dem Namen oder Kürzel des Adressaten. ( siehe auch Adressierung im Internet)

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World Wide Web, WWW, http://

Das World Wide Web ist neben E-Mail der zweit wichtigste Dienst im Internet. Erst durch das World Wide Web ist das Internet wirklich anwenderfreundlich geworden. Jeder, der sich mit Windows auskennt lernt auf Anhieb wie er sich im Web zurechtfindet.

Hypertext führt einen durch markierte Wörter zu weiteren Seiten, wie durch ein Buch. Hyperlinks führen zu Übersichten thematisch zusammengehörender Seiten verschiedenster Anbieter. Dabei können die Daten auf ganz verschiedenen Computern gespeichert sein. Sogar die Daten einer einzigen Seite lagern oft bei verschiedenen Servern und werden erst durch die Übertragung zusammengesetzt.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass den Text einer Seite ein PC aus Amerika und die Grafiken ein PC aus Europa oder Asien liefert. Davon merkt der Anwender nichts.

Genauso wie bei den anderen Internet-Diensten benötigen Sie auch für das World Wide Web ein spezielles Programm, das für die Nutzung dieser Daten konzipiert ist. Man bezeichnet WWW-Programme als Browser (engl. browse = durchsehen). Der Aufruf einer World Wide Web-Seite beginnt immer mit http ( Hyper Text Transfer Protocol). Dies teilt dem Browser mit, welches Protokoll er für die darauf folgende Aktion benutzen muss.

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VoIP (Internettelefonie)

Abkürzung für Voice over IP (dt. Sprachübermittlung über das Internetprotokoll, auch als Internettelefonie bezeichnet).

Voice over IP ermöglicht Telefongespräche über das Internet oder andere EDV-Netzwerke. Dabei werden Sprachpakete in Datenpakete umgewandelt, über die Internet- bzw. Intranetleitung verschickt und danach wieder in Sprachpakete zurückgewandelt. Die Technik ist bereits seit Jahren im Geschäftskundenbereich im Einsatz und erlaubt heute auch Privatkunden den von der herkömmlichen Telefonie bekannten Komfort zu meist deutlich geringeren Kosten. Darüber hinaus ermöglicht VoIP weitaus komfortabler als gewohnt und unabhängig vom Ort Anwendungen wie Konferenzschaltungen und Anrufbeantworter im Netz. Hinzu kommen die weltweite Erreichbarkeit unter einer einzigen Telefonnummer und neue VoIP-Merkmale wie z.B. eine "Buddy-Liste" wie sie vom Chatten bekannt ist.

In der Vergangenheit war Internettelefonie nur über Headsets möglich, die mit den Computern der Gesprächspartner verbunden sind. Heute werden Sprachverbindungen über das Internet mit VoIP-TK-Anlagen komfortabel mit den bereits vorhandenen analogen oder digitalen Telefonen bei ausgeschaltetem PC auch ins Fest- und Mobilfunknetz geführt. Verschiedene Internetprovider und Telefonnetzbetreiber stellen dazu so genannte SIP-Festnetz-Gateways zur Verfügung. Über ein solches Gateway werden Sprachverbindungen zwischen dem Internet und herkömmlichen Telefonnetzen hergestellt. Grundsätzlich sind VoIP-Gespräche über jeden DSL-Zugang möglich, für den komfortablen Einsatz mit den vorhandenen Endgeräten und für Gespräche ins Fest- und Mobilfunknetz ist es jedoch wichtig, dass der DSL-Provider den sogenannten SIP-Standard unterstützt. SIP ist der aktuelle, von der IETF (Internet Engineering Task Force) festgelegte Standard für VoIP.

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FTP, ftp://

FTP steht für File Transfer Protocol und bedeutet einen bestimmten Übertragungsstandard, auf den sich zwei Rechner einigen müssen, damit Daten ausgetauscht werden können.

Wenn Sie einen so genannten Windows-Client einsetzen, wie beispielsweise "WS_FTP", wird der Dateiaustausch zum Kinderspiel. Das Programm stellt nämlich - wie der Dateimanager - das Verzeichnis Ihrer Festplatte auf dem Monitor dar, und das Verzeichnis des entfernten Servers stellt er daneben. Jetzt brauchen Sie die Dateien nur von einem Verzeichnis ins andere verschieben, und die Übertragung beginnt.

Etwas schwieriger ist es, wenn Sie nicht eine bestimmte Datei senden oder empfangen wollen, sondern eine Datei suchen, von der Sie wissen, dass es sie gibt, aber nicht wissen wo. Dann brauchen Sie Archie.

Archie
Um eine bestimmte Datei ausfindig zu machen, die auf einem der unzähligen FTP-Servern im Internet bereitsteht, verwenden Sie das Archivsystem Archie. Spezielle Rechner durchlaufen kontinuierlich die Verzeichnisse von FTP-Servern und lesen dabei die Namen der gespeicherten Dateien ein. Um die Daten der verwalteten FTP-Server komplett zu durchlaufen, benötigt ein Archie-Server etwa 30 Tage, d. h., die Archive sind jeden Monat auf dem neuesten Stand.

Im Internet stehen Ihnen zahlreiche Archie-Server zur Verfügung, wobei es Ihnen freisteht, mit welchem dieser Systeme Sie arbeiten möchten. Allerdings ist dabei zu beachten, dass viele Dateien und Programme auf mehreren FTP-Servern in der Welt bereitstehen. Außerdem stehen die meisten Archie-Server untereinander in Verbindung. Dementsprechend ist es häufig unnötig, einen Archie-Server in einem anderen Kontinent zu benutzen, um die gewünschte Datei zu finden. Dadurch wird das Internet unnötig belastet.

Um auf einen Archie-Server zuzugreifen, benötigen Sie eine entsprechende Applikation, die über die zur Bedienung dieses Computers nötigen Befehle verfügt. Ein solches Programm ist beispielsweise "WS_Archie".

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Gopher, gopher://

Gopher gilt als der Vorläufer des World Wide Web. Der Name kommt von "go for" und drückt damit aus, was der wichtigste Zweck dieses Dienstes ist: nämlich große Informationsbestände leichter durchsuchbar zu machen.

Mit Gopher finden Sie praktisch jeden Text, der irgendwo auf der Welt auf einem Gopher-Server abgelegt ist, indem Sie sich von Menü zu Menü hangeln. Der besondere Clou dabei: Gopher hat eine Art Lesezeichenfunktion. Wer sich mit Gopher auf die Suche macht, streift auf seinem Weg zahlreiche Seiten, die er gar nicht gesucht hat, aber interessant findet. Diese kann er markieren und zu ihnen zurückspringen.

Gopher wird ständig weiterentwickelt, so das man mit modernen Gophersystemen außer nach Texten auch nach Bildern Sounds oder Videos suchen kann. Wegen der hierarchischen Organisation ist Gopher zwar weniger flexibel als ein WWW-System, dafür aber einfacher zu durchschauen.

Auch für das Arbeiten mit Gopher-Servern braucht man ein spezielles Programm. Ein leistungsfähiger Gopher-Client ist beispielsweise "WS_Gopher". Moderne Web-Browser sind auch gopher-fähig.

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Chat (IRC)

Wer sich einsam fühlt oder einfach "in" sein will, geht im Internet chatten (ratschen, quatschen). Am Bildschirm erscheint dann ein zweigeteiltes Fenster. In den einen Teil werden wie von Geisterhand allerlei ganze und halbe Sätze, Kommentare und solche Dinge wie Smilies hineingeschrieben. Das sind Beiträge von Teilnehmern, die gerade an der gleichen Stelle online sind. Im anderen Fenster können Sie selbst etwas eintippen. Auf diese Weise können Sie an der Unterhaltung teilnehmen. Es gibt auch grafische Oberflächen, bei denen sich jeder Chat-Teilnehmer eine Figur aussucht, die dann als Teilnehmer in einer Szenerie erscheint.

Kaum jemand erscheint dort mit seinem wahren Namen, und nicht wenige geben sich als etwas ganz anderes aus, als sie wirklich sind. Männer spielen Frau, um herauszufinden, wie es ist, als Frau von einem Mann angemacht zu werden. Erwachsene spielen Jugendliche, um sich mal wieder richtig pubertär benehmen zu dürfen. Hin und wieder kommen interessante Gespräche zustande, aber oft haben die Chat-Beiträge auch das Niveau von Kindergestammel. Über Chats entstehen aber auch ernstzunehmende Kontakte, Freundschaften und Beziehungen.

IRC ist einer der Internet-Dienste, die teuer werden können. Denn während der ganzen Teilnahmedauer muss man online sein, und viele merken beim Quatschen nicht, wie die Zeit vergeht (das ist nicht anders als im "real life"). Es gibt nur wenige, die eine ganze Nacht lang im Web surfen, aber viele, die eine ganze Nacht lang chatten. Viele der hochgradig Internet-Süchtigen treiben sich vor allem in den Chat-Bereichen herum.

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Usenet, Newsgroups

Eine Newsgroup ist einem schwarzen Brett vergleichbar, wo Sie Nachrichten posten können, die alle Besucher lesen können. Jede Newsgroup behandelt einen Themenbereich. Insgesamt sind mehrere zigtausend Newsgroups registriert. Es gibt praktisch nichts, zu dem es nicht eine Newsgroup gibt. Egal ob Sie sich für die Konfiguration Ihres PCs interessieren, für Origami oder für vermisste Kinder - für alles finden sich eine oder mehrere Newsgroups. Täglich werden zigtausend Nachrichten in Newsgroups gepostet. Es werden Fragen gestellt und Antworten gegeben, es wird debattiert und geflachst. Die Newsgroups gelten allgemein als der verrückteste Teil des Internet. Manchen Leuten sind sie aber auch ein Dorn im Auge, denn es gibt auch etliche Newsgroups mit pornographischen und extremistischen Inhalten.

Das System der Newsgroups ist auf verschiedene Netze verteilt. Das größte und bekannteste ist das Usenet. Hier finden Sie Newsgroups mit Adressen wie alt.music.pinkfloyd oder de.soc.weltanschauung. Wichtigsten Abkürzungen in solchen Newsgroup-Adressen sind:

alt alternativ, bunt, verrückt, abgefahren
biz Kommerzielles, jedoch keine Werbung
comp Computer
de deutschsprachig
misc Sonstiges
news Newsgroups zum Thema Newsgroups
rec Freizeit, Hobby und Kunst
sci Wissenschaften
soc Soziales, Kultur, Politik
talk Klatsch und Tratsch


Um Newsgroups lesen und daran teilnehmen zu können, brauchen Sie ein Newsreader-Programm. Web-Browser wie Netscape (ab V3.0) oder der MS Internet Explorer (ab V4.0) haben einen eingebauten News-Client, so dass Sie kein separates Programm mehr benötigen. Um Newsgroups empfangen zu können, müssen Sie in den Einstellungen des verwendeten Programms einen News-Server angeben. Fragen Sie den Provider, über den Sie Ihren Internet-Zugang haben, danach, ob er auch einen Newsgroup-Server anbietet, und mit welchen Daten Sie sich dort anmelden können.

Es empfiehlt sich, zunächst einmal alle verfügbaren Newsgroups einzulesen. Das kann eine Weile dauern, aber anschließend haben Sie eine sortierte Liste aller Gruppen und können sich einen Überblick verschaffen. Newsgroups, die Sie interessieren, können Sie abonnieren.

Nachrichten in Newsgroups sind hierarchisch organisiert. Irgendjemand postet eine Nachricht mit einem neuen Subject (Thema). Ein anderer antwortet auf die Nachricht und bezieht sich dadurch auf das gleiche Thema. Ein dritter antwortet ebenfalls, und ein vierter antwortet dem Dritten. Auf diese Weise entsteht eine Baumstruktur von Nachrichten zu einem einmal begonnenen Thema. Diese Baumstruktur wird auch als Thread bezeichnet. Sie können selbst einen neuen Thread beginnen oder auf eine Nachricht antworten und sich dadurch den betreffenden Thread einschalten.

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Telnet, telnet://

Mit dem Internet-Dienst Telnet können Sie verschiedene Informationssysteme auf der ganzen Welt interaktiv nutzen. Das Programm Telnet dient dabei dem standardisierten Verbindungsaufbau zwischen zwei Rechnern im Internet. Dadurch wird ermöglicht, dass Sie den angewählten Computer von Ihrem PC aus bedienen können - als säßen Sie an einem angeschlossenen Terminal dieses Rechners. Tatsächlich arbeiten Sie also auf einem fremden Rechner und müssen sich demzufolge auf eine von System zu System unterschiedliche Menüführung einstellen.

Mit Telnet erreichen Sie Datenbanken, wie beispielsweise die digitalisierte Version des Kataloges der größten Bibliothek der Welt, das Library of Congress. Darüber hinaus können Sie - falls Sie über keinen vollen Internetzugang verfügen - fast alle Angebote des Netzwerkverbundes auch mit Telnet nutzen.

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Smilies

Ursprünglich hatten die Internet-Nutzer nur die Zeichen auf der Tastatur. Daneben standen ihnen im Rahmen von ASCII einige Sonderzeichen zur Verfügung, um Informationen per Datenautobahn auszutauschen. Mit Worten allein ist es allerdings schwierig Gefühle auszudrücken oder die bei persönlicher, verbaler Kommunikation übliche Mimik und Gestik zu ersetzen. Deshalb entwickelten sich im Internet verschiedene Formen von "Smilies". Da diese Icons versuchen Emotionen auszudrücken, nennt man sie auch Emoticons (emotion + icons).

Anwendung finden Smilies vor allem dort, wo fast ausschließlich per Tastatur kommuniziert wird, also:

          - beim Online-Dialog (CHAT),
          - in Newsgroups und
          - bei E-Mails.

Die wichtigsten Smilies und Abkürzungen für alle, die sich im Cyberspace aufhalten:

Klassische Smilies

:-) Standard-Smilie: Dieser Smilie unterstreicht eine sarkastische oder nicht ganz ernst gemeinte Äußerung. Er drückt auch ein breites Grinsen aus.
:-)))) Extrem breites Grinsen
;-) Augenzwinkernder Smilie: Benutzer machte gerade einen Flirtversuch oder eine provozierende Bemerkung.
:-( Unwirscher Smilie: Benutzer mag die letzte Anmerkung nicht, oder ist deprimiert. Außerdem kann er auch als missbilligender Smilie gedeutet werden. Der Benutzer ist mit der Aussage der letzten Bemerkung nicht einverstanden oder ist darüber verärgert.
:-| Undifferenzierter Smilie: Nicht so negativ wie der Vorgänger, aber auch nicht von Zufriedenheit zeugend.
:-> Benutzer machte gerade eine bitterböse Bemerkung und freut sich diebisch darüber. Auch teuflisch durchtrieben.
;-> Augenzwinkernd und durchtrieben in Kombination.

Personen-Smilies
:-.) Madonna
5:-) Elvis Presley
B-) Batman
:-[ Dracula
+:-) Papst
O :-) Engel
*:o) Clown
/:-| Mr. Spock
[:] Roboter
-:-) Punker
C=:-) Chef oder Koch
*<:-) Nikolaus
.-) Pirat
8 :-) Zauberer oder Hexer
$-) Yuppie oder Lottogewinner
(-:|:-) Siamesische Zwillinge
æ\|\:-} Elektriker
O-) Taucher, Schweißer oder Panzerfahrer
<|-) Benutzer ist Chinese
<|-( Benutzer ist Chinese und hasst diese Art Späße

Oberflächliche allgemeine Beschreibung
8-) Benutzer trägt eine Sonnenbrille
::-) Benutzer ist Brillenträger (allgemein)
:-{) Benutzer hat einen Oberlippenbart
:-{} Benutzer trägt Lippenstift
{:-) Benutzer trägt ein Toupet oder einen Mittelscheitel
}:-( Benutzer hat sein Toupet länger nicht mehr gepflegt
:-E Benutzer ist ein Vampir mit Maulkorb
`:-) Benutzer hat sich heute morgen eine Augenbraue abrasiert
$:-) Benutzer hat lockiges Haar
B:-) Benutzer hat die Sonnenbrille auf dem Kopf
:-# Benutzer trägt eine Zahnspange
:^) Benutzer hat gebrochene Nase
:=) Benutzer hat zwei Nasen
[:-) Benutzer trägt einen Walkman
C:-) Benutzer trägt einen Turban
K:P Benutzer ist ein kleines Kind mit einem Propellerhut
:-)(:)) Schwangerer Smilie

Gefühle
:-ss) Benutzer zittert
:'-( Benutzer weint
:'-) Benutzer weint vor lauter Glück
:-@ Benutzer ist zum Schreien komisch
:-& Benutzer ist sprachlos
:-D Benutzer lacht über jemanden
:-/ Benutzer ist skeptisch
%- Lachkrampf
&.(.. weinend
(-_-) verstohlen lächeln
:-1 Smilie mit einem sanften Gesichtsausdruck
:-* Smilie, der etwas Saures gegessen hat
:-7 Smilie mit verzerrtem Gesichtsausdruck
:-. Smilie, nachdem er etwas Bitteres genossen hat

Sonstige Smilies
(-: Benutzer ist Linkshänder
%-) Benutzer hat mindestens 15 Std. ununterbrochen auf den Schirm gestarrt
:*) Benutzer ist im Vollrausch
:-)-8 Benutzer ist eine Frau
:-7 Benutzer hat gerade eine blöde Bemerkung gemacht
=:-) Benutzer ist ein Hohlkopf
|-O Benutzer gähnt oder schnarcht
:-Q Benutzer ist Raucher
:-? Benutzer ist Pfeifenraucher
:-S Benutzer machte gerade eine zusammenhanglose Bemerkung
:-X Die Lippen des Benutzers sind versiegelt
:-C Benutzer ist ein armseliges Würstchen
:-o Uh oh!
3:] verkniffener Smilie
3:[ noch verkniffenerer Smilie
d8= Mein zahmer Biber trägt eine Schutzbrille und Stahlhelm
:-9 Benutzer befeuchtet sich die Lippen
%-6 Benutzer ist gehirntod
(:I Benutzer ist ein Eierkopf
<:-I Benutzer ist ein Dummkopf
:-0 Ruhe
X-( Benutzer ist soeben verstorben
C=}>;*{)) Mega-Smilie (betrunkener Chef mit unordentlichem Toupet, Oberlippenbart und Doppelkinn ist durchtrieben)
:-` seinen Kautabak ausspuckender Smilie
:-$ Smilie-Gesicht mit zugepressten Lippen
:-& sprachloser Smilie
:-0 Redner-Smilie
(:-( gefrorener Smilie
:-q Smilie, der versucht seine Zunge in die Nase zu stecken
:-e enttäuschter Smilie
:-i halber Smilie
:-p Smilie, der die Zunge rausstreckt
:-a linkischer Smilie versucht, seine Nase mit der Zunge zu berühren
:- männlich
>- weiblich
|-O Geburt
8-# Tod
8 Unendlichkeit
%=$ Smilie, der seine Telefonrechnung bekommen hat
!-( blaues Auge
!|:-( ) vom Baseballschläger k.o. geschlagen worden
%*} voll betrunken
%-( orientierungslos
*!#*!^*&:-) Schizophrener
:* Küsschen
?:-| ahnungslos
~<(:-{ Dir brennt doch der Helm!

Knirps-Smilies
:) Smilie-Knirps
:] ein freundlicher Knirps-Smilie möchte Freundschaft schließen
=) andere Variation
:} frech grinsender Knirps-Smilie
:) glücklicher Knirps-Smilie
:> verschmitzter Knirps-Smilie
:D lachender Knirps-Smilie
:I nachdenklicher Knirps-Smilie
:( trauriger Knirps-Smilie
:[ ziemlich fertiger Knirps-Smilie
:< zorniger Knirps-Smilie
:{ abwartender Knirps-Smilie
:O schreiender Knirps-Smilie
:C trotziger Knirps-Smilie
:Q beleidigter Knirps-Smilie
:,( weinender Knirps-Smilie
[] Umarmung
:* Küsse
|I schlafender Knirps-Smilie
|^o schnarchender Knirps-Smilie






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